Wohnen im Baudenkmal – kurze Baugeschichte des Hauses

1695 Das geschichtsträchtige Haus erlebte bewegte Zeiten. Die Grundgemäuer liessen sich jedoch nicht erschüttern, die Keller, mit Tonnen- und Kreuzgewölben ist bei weitem der älteste Teil des Schlosses. Das ursprüngliche Baujahr ist unbekannt, 1695 wurde es nach einer Zerstörung wieder aufgebaut.
   
1730 Johann Viktor II Travers hat die um 1730 entscheidende Umwandlung des Hauses in ein für damalige Ansprüche wohnliches Schloss veranlasst. Dabei war sein Augenmerk vor allem auf den weit ausladenden Aufgang von der Eingangshalle in das Obergeschoss mit seinem kunstvoll geschmiedeten Geländer.
   
1892 Die schmuckvolle Sgraffito Fassadenprägung mit An- und Zubauten im Jugendstil, erfuhr der ehemals einfache Landsitz 1892-94 durch die damalige Hausbesitzerin Meta von Tscharner (geborene Juvalta, Schloss Ortenstein) und dem erfolgreichen Bündner Architekten Niklaus Hartmann (sen.).
   
2000 Sanfte Renovationen im Innenbereich, besonderer Wert wurde auf die Erhaltung der historischen Substanz gelegt.
   
2002 Wurde die Außen Restaurationen mit dem reichverzierten Dachgebälk und der kunstvollen Sgraffiti umgesetzt. Unter der Federführung des Schulleiters der Brienzer Holzbildhauerschule wurden die zwölf Drachenköpfe welche in allen Himmelsrichtungen auf dem Dach ausgerichtet sind, nach alter Vorlage wieder neu geschnitzt und beschützen weiterhin die Sinser Bewohner.
   
2004 Renovation der grossen und kleinen Kuppel mit Schlossglocke. Sanierung der bezaubernden Gartenanlage mit Seerosenteich und Pavillon.
   
2012/13 Sanfte Rückführung der Räumlichkeiten in Wohneinheiten
Schloss Paspels